Neue Reportage ARTE Re: SPARGEL-BOOM IN GRIECHENLAND?

Für Christos Tripkos in der nordgriechischen Region Almopia geht es bereits Ende Februar richtig los, wenn die Spargel-Saison in Deutschland noch nicht begonnen hat. Die klimatischen Bedingungen machen es möglich. Der Chef der hiesigen Spargel-Kooperative ist eigentlich Elektroingenieur. Nach den schweren Jahren der Finanzkrise half er Landwirten aus der Region neue Anbaumöglichkeiten zu finden. Angelockt vom schnellen Geld mit weißem Spargel kam auch Jungbauer Vaggelis Mizoglou nach dem Studium zurück in sein Heimatdorf und will nun eine Familie gründen. Dank der Spargeleinnahmen konnte er sogar ein Café eröffnen. Die Reportage ARTE Re: SPARGEL-BOOM IN GRIECHENLAND? wird am Freitag, 5. Juni um 19.40 Uhr auf ARTE ausgestrahlt und steht auch zum Streamen in der Mediathek bereit.

Nicht nur der frühe Saisonstart ist ein Vorteil für die Griechen: In Deutschland kostet der griechische Spargel im Schnitt halb so viel pro Kilo wie der deutsche Spargel. Auch deshalb hat sich Griechenland in den letzten Jahren zu einem wichtigen Produzenten entwickelt. Dabei essen die Griechen selbst so gut wie keinen Spargel.

Der deutsche Spargelbauer Stefan Schneider aus dem badischen Iffezheim dagegen fürchtet um seine Zukunft. Nicht nur die südeuropäische Konkurrenz, auch die steigenden Lohnkosten und der zunehmende Mangel an Erntehelfern machen ihm zu schaffen. 30 Prozent der Spargelanbaufläche sind in den vergangenen Jahren in seiner Region verloren gegangen, jeder zweite Spargelbauer hat aufgegeben. Der 63jährige setzt auf Direktverkauf und hofft auf eine KI-gesteuerte Erntemaschine eines jungen Start-Ups. Aber ist der erste Prototyp für die Ernte von grünem Spargel schon tauglich für die Feldarbeit?

ARTE Re: SPARGEL-BOOM IN GRIECHENLAND? ist eine Produktion der ECO DOCUMENTARIES für ARTE. Autor: Gunnar Köhne. Kamera: Gökhan Acun, Jakob Kruczek-Becker. Schnitt: Rocco Di Mento. Produktion: Christin Gumpert. Producer: Michael Fränzel. Produzent: Dr. Thomas Schuhbauer. Redaktion ARTE: Frederic Ulferts.